ab und zu

 

Ab und zu vergessen - sich verlieren

bei einem Glas Wein oder zwei.

Ab und zu träumen, davon schwirren;

was ist denn schon dabei?

 

Ab und zu tanzen und springen;

wagen was noch niemand gewagt.

Ab und zu lachen und spinnen

bis der Morgen tagt!

 

Ab und zu weinen und traurig sein;

das hält die Seele im Gleichgewicht.

Ab und zu bewusst Kind sein

auch wenn niemand darüber spricht.

 

Ab und zu lieben was zu hassen ist;

den Feind mit Brot bewerfen anstatt mit Stein.

Ab und zu helfen auch wenn einem garnicht danach ist,

dass hilft Dir selbst beim lebendig sein!

 

Ab und zu aussprechen was still verborgen liegt;

die Gedanken greifbar machen ohne sich aufzugeben.

Ab und zu dem folgen was über Dir fliegt

im festen Vertrauen nicht von der Erde zu heben.

 

 

 

 

Leipzig, Dezember 2015